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  ORTSCHAFTEN

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Die Geschichte der Eifel


Schon vor mehr als 100.000 Jahren besiedelten die ersten Neandertaler das Gebiet, welches heute als Eifel bezeichnet wird, was archäologische Funde belegen können. Vor ungefähr 30.000 Jahren wohnten dort die ersten so genannten Cro-Magnon-Menschen bis zur Zeit als die letzte Eiszeit endete und sich auch dort das Klima änderte – also vor rund 12.000 Jahren.

Weitere Ausgraben geben Anlass zu der Vermutung, dass bereits in der Eisenzeit Eisen in der Eifel hergestellt und verarbeitet wurde. Im 5. Jahrhundert vor Christus, also in der La-Tene-Zeit, entstanden nördlich der Alpen diverse Verhüttungsanlagen, so zum Beispiel in Hillesheim. Bereits zur Römerzeit wurde in Bitburg eine erste Eisenschmelze betrieben, in der beinah schon industriemäßig das Metall eingeschmolzen und vertrieben wurde. Dadurch ergab sich, dass die Eifel zu einem bedeutenden Wirtschaftsraum heran wuchs. Bodenschätze wie Blei, Galmei, Eisen, Kalk und normale Steine, die für Bauten verwendet wurden, durchquerten das Gebiet der heutigen Eifel auf einer großen Fernstraße.

Die Eifel würde im Spätmittelalter zu einem Grenzgebiet zwischen diversen Erzbistümern, wie Kurköln und Kurtrier, sowie zwischen der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum Jülich. Aus dieser Zeit stammen auch die zahlreichen Burgruinen, die heute von den Toursiten gerne als Raststation und Ziel diverser Radtouren oder Wanderungen benutzt werden. Jene alten, teilweise noch relativ gut erhaltenen Bauwerke gliedern sich malerisch in die heutige Eifellandschaft ein und sind auch bekannt für das Gebiet. Durch die damalige geschickte Politik einiger einflussreichen Familien konnten sich ein paar kleinere Fürstentümer und religiöse Abteien eine gern gesehene Selbstständigkeit erhalten. Beispiele hierfür sind das Haus Manderscheid-Blankenheim, die Grafschaft Salm-Reifferscheid oder die Abtei Prüm.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde eine grobe Abholzung der bestehenden Wälder aufgrund des riesigen Bedarf an Bau- und Brennholz durchgeführt. Das Bild damals, nicht wie heute, prägte eine vollkommene Wiesen- und Heidelandschaft voller Schafherden. Zu gleicher Zeit wurde die Bevölkerung immer ärmer und der Wohlstand der Reichen und Adeligen baute sich mehr aus. Aufgrund der vollkommenen Abholzung im Jahr 1800 leideten auch die Ackerböden und die Ernten fielen karg aus. Des Weiteren mustte die Eifel beziehungsweise die Bevölkerung der Eifel erdulden, dass es als Durchmarschgebiet französischer Truppen zu diversen Kriegsplätzen diente. Diese forderten auch von der Bevölkerung so genannten „Fouragegelder“, was zur weiteren Verarmung führte.

Die sozialen Umstände änderten sich erst mit der preußischen Herrschaft im Jahr 1815. Im 20. Jahrhundert begann der Ausbau diverser Eisenbahnstrecken, was zur Folge hatte, dass sich langsam der Tourismus entwickeln konnte. Hiervon profitiert die Eifel bis heute, außerdem von der weitgehenden Verschonung im ersten und zweiten Weltkrieg.



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